Wallaby konvertiert Flash in HTML5

Adobe hat mit Wallaby eine erste Testversion seines Flash-zu-HTML5-Converters veröffentlicht. Wallaby ermöglicht die Umwandlung komplexer Flash-Animationen in HTML 5, so dass diese auch auf Endgeräten ohne Flash-Unterstützung, wie bspw. iPhone/iPad darstellbar sind.

Mit dem Projekt sollen Web-Entwickler, die bisher für Animationen ausschließlich Flash verwendet haben, auf natürliche Art und Weise an die Arbeit mit HTML5 herangeführt werden. Zunächst geht es vor allem darum, Flash-Werbebanner in HTML5 umzuwandeln und dadurch deren Darstellbarkeit auf den genannten Apple-Geräten zu ermöglichen.

Wallaby ist derzeit allerdings noch in einem sehr frühen Stadium seiner Entwicklung und muss deshalb als experimentell betrachtet werden. Derzeit werden nur Browser unterstützt, die auf der WebKit-Engine basieren (z. B. Safari, Chrome). Zudem muss auf die Verwendung von ActionScript verzichtet werden, das Umwandeln von komplexen Timeline-Animationen soll aber in dieser ersten Version des Konverters bereits möglich sein. Der ausgegebene HTML5-Code ist dabei nicht zur direkten Einbettung in eine Webseite, sondern vielmehr zur Weiterverarbeitung in einem Web-Editor gedacht.

Hier der Link zum Download der Wallaby-Testversion: labs.adobe.com/technologies/wallaby

Mögliche Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Adobe

Die Vorstandchefs der beiden Unternehmen, Steve Ballmer und Shantanu Narayen, haben sich zu einem informellen Gespräch getroffen, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu beraten. Außerdem gibt mittlerweile Gerüchte, dass Microsoft auch an einer Ubernahme von Adobe interessiert sei. Trotz des Mangels an Details bezüglich dieses Sachverhaltes führte die Meldung zu einem deutlichen Anstieg des Adobe-Aktienkurses.

Realistischer scheint, dass es zu einem Austausch über eine mögliche Allianz im Mobilfunksektor gekommen ist. Microsoft dürfte bestrebt sein, dem übermächtigen Konkurrenten Apple mittelfristig mit einem neuen Konzept zu begegnen. Da Apple auf dem iPhone kein Flash erlaubt, bietet sich hier die Möglichkeit, ein Konkurrenzprodukt mit einem MS-Betriebssystem auf den Markt zu bringen, dass eine volsltändige Flash-Unterstützung bietet. Da es allerdings bis jetzt keine Informationen zum Inhalt oder Ergebnis des Gespräches gibt, ist auch diese Annahme als eher spekulativ zu betrachten.

Unabhängig von diesen Ereignissen hat Adobe außerdem die Laufzeitumgebung für Air-Anwendungen unter Android fertiggestellt, mit der sich Flash-Applikationen ohne Browser ausführen lassen. Für die Installation wird das aktuelle Andoid-Release 2.2 benötigt, der Download von Air erfolgt über den Android-Market.

Neue Chrome-Version mit integriertem Flash Player

Das aktuelle Update ist bereits das zweite in diesem Monat und schließt erneut einige Sicherheitslücken. Außerdem bringt die neue, stabile Chrome-Version 5.0.375.86 einen integrierten (und aktivierten) Flash-Player mit.

Drei der beseitigten fünf Sicherheitsprobleme wurden von den Entwicklern als „kritisch“ eingestuft. Ein Mitarbeiter der britischen Sicherheitsfirma Secforce, der eine dieser Lücken entdeckte, durfte sich über den “Chromium Security Reward” in Höhe von 500 US-Dollar freuen. Der Fehler tritt im Zusammenhang mit der Verarbeitung von X.509-Client-Zertifikaten auf; zwei weitere Bugfixes beziehen sich auf Speicherfehler bei der Verarbeitung von Videos.

Da Adobe die Version 10.1 seines Flash Players mittlerweile freigegeben hat, wurde der bereits in der ursprünglichen Endversion von Chrome 5 eingebaute Player nun vollständig aktiviert.

Chrome 5 kann unter google.com/chrome heruntergeladen werden. Sämtliche Updates erfolgen jedoch automatisch (Dies betrifft auch den Flash Player), so dass Nutzer des Browsers diesbezüglich keine weiteren Schritte unternehmen müssen.

Flash-Werbung kommt über Umwege aufs iPhone

Adobe hat in Kooperation mit dem Werbenetzwerk Greystripe einen Weg gefunden, Flash-Inhalte auf das iPhone und das iPad zu bringen und somit Apples Flash-Verbot für dessen mobile Endgeräte zu umgehen.

Die „Flashads“ genannte Lösung erkennt, ob es sich beim Zielgerät um ein iPhone/iPad handelt und wandelt in einem solchen Fall die Flash-Werbebanner in HTML5 um (in Echtzeit). Sollte das Endgerät Flash unterstützen, dann werden die Flash-Inhalte in ihrer ursprünglichen Form bereitgestellt. Der Vorteil dieses Prinzip liegt vor allem darin, dass Werbeagenturen ihre gewohnte Flash-orientierte Arbeitsweise beibehalten können.

Zusätzlich spielt wohl auch der Kostenfaktor eine Rolle: Die Werbanner können über Greystripe zu einem Bruchteil der Kosten ausgeliefert werden, die bei der Nutzung von Apples eigenem Dienst „iAds“ entstehen würden. Dennoch bleibt abzuwarten, ob diese Lösung längerfristig Bestand haben wird oder ob sich lediglich um einen temporären Workaround handelt.

Adobe CS5 ab sofort erhältlich

Die Adobe Creative Suite 5 ist der neueste Ableger in der erfolgreichen CS-Reihe und stellt in seiner Premium-Variante, der Adobe CS5 Master Collection, ein umfassendes Komplett-Paket zur Erstellung professioneller Web- und Printdesigns dar. Die Master Collection, die mit ca. 3700 Euro zu Buche schlägt, enthält folgende Programme und Features:

- Adobe Photoshop CS5 Extended
- Adobe Illustrator CS5
- Adobe InDesign CS5
- Adobe Acrobat 9 Pro
- Adobe Flash Catalyst CS5
- Adobe Flash Professional CS5
- Adobe Flash Builder 4
- Adobe Dreamweaver CS5
- Adobe Fireworks CS5
- Adobe Contribute CS5
- Adobe Premiere Pro CS5
- Adobe After Effects CS5
- Adobe Soundbooth CS5
- Adobe OnLocation CS5
- Adobe Encore CS5
- Adobe Bridge CS5
- Adobe Device Central CS5
- Adobe Dynamic Link
- Adobe CS Live

Photoshop und Illustrator sind dabei wohl diejenigen Bestandteile der Suite, die traditionell am meisten Beachtung finden. Adobe verspricht, dass sich in der neuen Photoshop-Version auch komplexe Bildelemente wie z. B. Haare schnell und präzise freistellen lassen. Das Auswahl-Werkzeug liefert nun exaktere Ergebnisse bei der Erkennung von Kanten und der Auswahl bestimmter Bildbereiche. Mit einer neuen Technologie namens Adobe Repoussé besteht außerdem die Möglichkeit, faszinierende 3D-Extrusionen zu erstellen. Mit seinen fortschrittlichen Perspektivwerkzeugen lassen sich im Illustrator ohne größere Anstrengungen natürlich wirkende Tiefen und Entfernungen erzeugen.

Adobe Flash Professional CS5 wird sich wohl innerhalb der nächsten Monate zum neuen Standard-Werkzeug für die Erstellung von Flash-Inhalten und -Anwendungen entwicklen. Selbiges gilt für den Adobe Flash Builder 4 auf dem Gebiet der Rich Internet Applications (RIAs).

Die Erstellung dynamischer Webseiten mit Dreamweaver CS5 gestaltet sich dank der Unterstützung moderner Content-Management-Frameworks wie z. B. WordPress, Joomla! oder Drupal in einigen Fällen deutlich einfacher als bisher. Mit dem Online-Dienst Adobe CS Live, der allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei nutzbar ist, soll zudem der Workflow gestrafft und das Testen von Websites für verschiedene Browser vereinfacht werden.

Adobe setzt große Hoffnungen in CS5

Wie Firmenchef Shantanu Narayen verlauten ließ, will Adobe am 12. April 2010 in einer als Live-Stream im Netz übertragenen Veranstaltung die wichtigsten Informationen zur neuen Creative Suite 5 bekanntgeben. Der Release der englischen Version soll dann ca. vier Wochen später erfolgen.

Durch die Veröffenlichung von CS5 sollen sowohl Umsatz als auch Gewinn im laufenden Quartal deutlich gesteigert werden, und zwar in höherem Maße, als dies bei der im Oktober 2008 erschienen Creative Suite 4 der Fall war. Angestrebt werden Umsätze im Bereich von 875 bis 925 Millionen US-Dollar und ein Gewinn von 39 bis 44 Cent pro Aktie.

Bereits vorgestellt wurde ein neues Photoshop-Feature namens “Content-Aware Fill”, mit dessen Hilfe sich Bereiche eines Fotos automatisch ausfüllen lassen, beispielsweise nachdem ein unerwünschtes Element entfernt wurde. Diese Funktion, sollte sie denn in der Praxis tatsächlich ohne größere Einschränkungen anwendbar sein, dürfte die Arbeit der meisten Grafiker sicherlich spürbar vereinfachen. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren, bisher noch nicht näher spezifizierten Neuerungen ähnlich spektakulär ausfallen.

Hier ein Anwendungsbeispiel für die Content-Aware Fill-Funktion:

HTML5 wird Flash nicht verdrängen

Nachdem das iPad nun doch ohne Flash-Unterstützung auf den Markt gekommen ist, hat sich Adobes Technikchef Kevin Lynch zur weiteren Entwicklung der Flash-Plattform geäußert. Er stellte klar, dass die zunehmende Popularität von HTML5 auch langfristig nicht zur Verdrängung von Flash führen wird. Damit stellte er sich deutlich gegen Apple-Boss Steve Jobs, der eine gegensätzliche Entwicklung prognostizierte.

Mit der Flash-Version 10.1 und deren Focusierung auf hardwarebeschleunigte Videowiedergabe soll vor allem die Verbeitung auf Mobilgeräten wie Smartphones gezielt gefördert werden. Für das iPhone hat Adobe derweil einen anderen Weg gefunden: Dank Flash Professional CS5 (noch unbestätigter Release Date: 10. April 2010) können Flash-Anwendungen direkt in iPhone-Apps umgewandelt werden.

HTML5 bietet auf dessen jetzigem Stand bei weitem nicht die Möglichkeiten von Flash. Insbesondere die Tatsache, dass es kein einheitliches Format bei der Implementierung von Videos gibt, fällt negativ ins Gewicht.

Die in kurzen Zyklen erfolgende Aktualisierung und damit auch die Chance, Innovationen schnell in die Praxis überführen zu können, sind weitere große Vorteile von Flash – bei HTML vollzieht sich dieser Prozess erfahrungsgemäß deutlich langsamer.

Erste Betaversion von AIR 2 veröffentlicht

Die neue Version der plattformübergreifenden Desktop-Laufzeitumgebung AIR wartet mit einer ganzen Reihe sinnvoller Neuerungen und Weiterentwicklungen auf.

Aus einer AIR-Applikation heraus können nun Dateien mit der seitens des Betriebssystems festgelegten Standardanwendung geöffnet werden. Des Weiteren erkennt AIR 2 Speichermedien wie z. B. USB-Sticks sofort nach dem Anschließen und kann andere Anwendungen über einen solchen Vorgang informieren, was das Potential für die Entwicklung plattformunabhängiger Applikationen erhöht.

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Eine wesentliche Neuerung stellt das Native-Process-API dar, womit sich nativer Code in AIR-Applikationen einbetten lässt. Die Auslieferung derartiger Anwendungen als .air-Paket ist jedoch nicht möglich, für diesen speziellen Fall muss auf Installer wie .exe, .rpm und Konsorten zurückgegriffen werden.

AIR 2 enthält eine verbesserte Variante der HTML-Rendering-Engine Webkit, die eine deuliche Geschwindigkeitserhöhung mit sich bringen soll. Neben HTML5 werden auch einige CSS3-Module Gradianten, Transitions, Animationen etc.) unterstützt.

Die CPU-Nutzung und der Speicherverbrauch wurden nach Angaben Adobes ebenfall deutlich reduziert. Die maximal unterstütze Fenstergöße beträgt jetzt 4.095 x 4.095 statt der bisherigen 2.880 x 2.880 Pixel. Außerdem unterstützt AIR 2 Server-, UDP- sowie TSL/SSL-Sockets, wartet mit einer optimierte Druckfunktion auf und bietet eine globale Fehlerbehandlung.

Flash Player 10.1 kommt für (fast) alle Plattformen

Adobes Flash Player wird in seiner kommenden Version 10.1 eine einheitliche Runtime für alle im Rahmen des „Open Screen Projects“ unterstützte Plattformen darstellen. Infolge der intensiven Zusammenarbeit mit diversen Hard- und Softwareherstellern wird der Player sowohl für PCs als auch für Netbooks und Smartphones verfügbar sein. Er soll unter den Desktop-Betriebssystemen Windows, Linux, MacOSX sowie diversen mobilen Vertretern wie Android, Windows Mobile, Palm WebOS und Symbian laufen. Lediglich Apples iPhone bleibt weiterhin außen vor.

adobe-flash

Bisher hat der Großteil der mobilen Endgeräte nur eine abgespeckte Lite-Version des Flash-Plugins mit deutlich eingeschränktem Funktionsumfang im Gepäck. Mit dem Flash Player 10.1 soll insbesondere in diesem Bereich die Nutzung von GPU-Beschleunigungsfunktionen verbessert werden. Neben den Vorteilen bei der Videoausgabe (vor allem im Hinblick auf HD-Inhalte) könnte durch die damit erreichbare Entlastung des Hauptprozessors auch der Stromverbrauch signifikant gesenkt werden.

Weitere Funktionen ermöglichen u. a. die Nutzung von Multitouch, Gestensteuerung und Lagesensoren. Außerdem soll erstmals HTTP-Streaming zum Einsatz kommen. Eine erste öffentliche Beta-Version soll Ende des Jahres/Anfang des nächsten Jahres erscheinen.

Coming soon: Flash-Apps auf dem iPhone

Es gibt zwar noch immer keine Unterstützung für den Flash-Player auf Apples iPhone, so dass mit Flash generierte Inhalte auf entsprechenden Websites über das iPhone weiterhin nicht zugänglich sind, dafür sollen aber Flash-Anwendungen bald Ihren Weg in den App Store finden und somit die Nutzer von Apples allgegenwärtigem Smartphone erfreuen.

Wie auf der Adobe-Hausmesse MAX in Los Angeles vermeldet wurde, wird das kommende Flash Professional CS 5 Entwicklern die Möglichkeit geben, Flashprogramme relativ einfach in iPhone Apps umzuwandeln. Das dürfte vielen Entwicklern Anlass zur Freude geben, da sich diese bisher grundsätzlich mit der Programmiersprache Objetive-C befassen mussten, um überhaupt App Store-konforme Anwendungen entwickeln zu können. In Zukunft wird dies jedoch kaum mehr nötig sein, Flash-Kenntnisse sind dann hinreichende Voraussetzung für die Entwicklung solcher „nativer iPhone Apps“, wie sie von Adobe-Sprecher Aditya Bansod in einem Blogbeitrag beschrieben wurden.

Eine erste Public Beta von Flash Professional CS 5 ist für Ende des Jahres geplant. Dennoch gibt es einige Software-Entwickler, die bereits mit der kommenden Technologie arbeiten durften. Beispiele hierfür sind das Denkspiel „Fickleblox“ und der „South Park Avatar Creator“ (siehe Bild).

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