Mögliche Zusammenarbeit zwischen Microsoft und Adobe

Die Vorstandchefs der beiden Unternehmen, Steve Ballmer und Shantanu Narayen, haben sich zu einem informellen Gespräch getroffen, um über eine mögliche Zusammenarbeit zu beraten. Außerdem gibt mittlerweile Gerüchte, dass Microsoft auch an einer Ubernahme von Adobe interessiert sei. Trotz des Mangels an Details bezüglich dieses Sachverhaltes führte die Meldung zu einem deutlichen Anstieg des Adobe-Aktienkurses.

Realistischer scheint, dass es zu einem Austausch über eine mögliche Allianz im Mobilfunksektor gekommen ist. Microsoft dürfte bestrebt sein, dem übermächtigen Konkurrenten Apple mittelfristig mit einem neuen Konzept zu begegnen. Da Apple auf dem iPhone kein Flash erlaubt, bietet sich hier die Möglichkeit, ein Konkurrenzprodukt mit einem MS-Betriebssystem auf den Markt zu bringen, dass eine volsltändige Flash-Unterstützung bietet. Da es allerdings bis jetzt keine Informationen zum Inhalt oder Ergebnis des Gespräches gibt, ist auch diese Annahme als eher spekulativ zu betrachten.

Unabhängig von diesen Ereignissen hat Adobe außerdem die Laufzeitumgebung für Air-Anwendungen unter Android fertiggestellt, mit der sich Flash-Applikationen ohne Browser ausführen lassen. Für die Installation wird das aktuelle Andoid-Release 2.2 benötigt, der Download von Air erfolgt über den Android-Market.

Flash-Werbung kommt über Umwege aufs iPhone

Adobe hat in Kooperation mit dem Werbenetzwerk Greystripe einen Weg gefunden, Flash-Inhalte auf das iPhone und das iPad zu bringen und somit Apples Flash-Verbot für dessen mobile Endgeräte zu umgehen.

Die „Flashads“ genannte Lösung erkennt, ob es sich beim Zielgerät um ein iPhone/iPad handelt und wandelt in einem solchen Fall die Flash-Werbebanner in HTML5 um (in Echtzeit). Sollte das Endgerät Flash unterstützen, dann werden die Flash-Inhalte in ihrer ursprünglichen Form bereitgestellt. Der Vorteil dieses Prinzip liegt vor allem darin, dass Werbeagenturen ihre gewohnte Flash-orientierte Arbeitsweise beibehalten können.

Zusätzlich spielt wohl auch der Kostenfaktor eine Rolle: Die Werbanner können über Greystripe zu einem Bruchteil der Kosten ausgeliefert werden, die bei der Nutzung von Apples eigenem Dienst „iAds“ entstehen würden. Dennoch bleibt abzuwarten, ob diese Lösung längerfristig Bestand haben wird oder ob sich lediglich um einen temporären Workaround handelt.

Apple verbietet anstößige Anwendungen

Bisher waren Anwendungen, die Bilder von leicht bekleideten Frauen enthalten, äußerst zahlreich im App Store vertreten. Nun hat sich Apple jedoch zu einem recht radikal anmutenden Schritt entschlossen: Der Konzern verbannte kurzerhand rund 5.000 Anwendungen aus seinem Store, in denen nach Meinung von Apple zu viel nackte Haut gezeigt wurde. Die Vermutung liegt nahe, dass man damit ein familienfreundlicheres Image aufbauen möchte, vor allem im Hinblick auf die bevorstehende Markteinführung des eine breitere Zielgruppe ansprechenden iPad Tablets.

Die Zensurkriterien scheinen indes noch nicht eindeutig und in vollem Umfang definiert worden zu sein. Die betroffenen Apps wurden einfach ohne Vorwarnung gelöscht, was viele Entwickler dazu veranlasste, Kritik an dieser Vorgehensweise zu äußern. Aufgrund der starken Position von Apple halten sich die großen Verlage, die teilweise ebenfalls von den Maßnahmen betroffen sind, hinsichtlich der Schärfe ihrer Äußerungen bislang jedoch eher zurück. Ob das Verhalten von Apple in dieser Form nur von temporärer Natur ist oder ob es sich dabei um eine Richtungsentscheidung handelt, wird sich wohl erst in einigen Monaten zeigen.

Apple und Microsoft – gemeinsam gegen Google?!

Apple befindet sich derzeit in Verhandlungen mit dem vermeintlichen Hauptkonkurrenten Microsoft. Gegenstand der Gespräche ist ein mögliches Bündnis gegen den Suchmaschinen-Anbieter Google, mit dem Ziel, dessen Marktanteile im Mobilfunksektor zu verringern.

Apple plant, Google nicht länger als Standard-Suchdienst auf dem iPhone zu verwenden, stattdessen sollen Nutzer künftig über Microsofts Suchmaschine Bing an die gewünschten Informationen aus dem www gelangen. Möglicherweise betrifft dieses Vorhaben nicht nur das iPhone, sondern auch die Voreinstellungen für Apples Safari-Browser auf Desktop-Rechnern und Notebooks.

Bereits 2009 hatte man seitens Apple eine eindeutige Maßnahme ergriffen: die Übernahme von „Placebase“ als Google Maps-Alternative auf dem iPhone. Nachdem Google mit seinem Smartphone „Nexus One“ Anfang des Jahres einen Gegenentwurf zum iPhone auf den Markt gebracht hat, haben sich die Differenzen mit Apple weiter vergrößert.

Insider-Informationen zufolge könnte die unerwartete Zweckgemeinschaft mit Microsoft allerdings nur von begrenzter Dauer sein, da Apple möglicherweise bereits an einem eigenen Suchdienst arbeitet, der dem Unternehmen einen unmittelbaren Zugang zum profitablen Internet-Werbegeschäft verschaffen würde.

Coming soon: Flash-Apps auf dem iPhone

Es gibt zwar noch immer keine Unterstützung für den Flash-Player auf Apples iPhone, so dass mit Flash generierte Inhalte auf entsprechenden Websites über das iPhone weiterhin nicht zugänglich sind, dafür sollen aber Flash-Anwendungen bald Ihren Weg in den App Store finden und somit die Nutzer von Apples allgegenwärtigem Smartphone erfreuen.

Wie auf der Adobe-Hausmesse MAX in Los Angeles vermeldet wurde, wird das kommende Flash Professional CS 5 Entwicklern die Möglichkeit geben, Flashprogramme relativ einfach in iPhone Apps umzuwandeln. Das dürfte vielen Entwicklern Anlass zur Freude geben, da sich diese bisher grundsätzlich mit der Programmiersprache Objetive-C befassen mussten, um überhaupt App Store-konforme Anwendungen entwickeln zu können. In Zukunft wird dies jedoch kaum mehr nötig sein, Flash-Kenntnisse sind dann hinreichende Voraussetzung für die Entwicklung solcher „nativer iPhone Apps“, wie sie von Adobe-Sprecher Aditya Bansod in einem Blogbeitrag beschrieben wurden.

Eine erste Public Beta von Flash Professional CS 5 ist für Ende des Jahres geplant. Dennoch gibt es einige Software-Entwickler, die bereits mit der kommenden Technologie arbeiten durften. Beispiele hierfür sind das Denkspiel „Fickleblox“ und der „South Park Avatar Creator“ (siehe Bild).

south_park_avatar

TYPO3 Webservice als iPhone App

Mit Hilfe eines neuartigen TYPO3 Webservice ist es möglich, über externe Anwendungen Zugriff auf TYPO3-Webseiten zu erlangen und dort TYPO3-Daten zu generieren, zu lesen, zu editieren und zu löschen. Die von naw.info entwickelte und mit „typo3_webservice“ benannte Erweiterung ist bereits im offiziellen TYPO3 Extension Repository verfügbar. Als erstes Anwendungsbeispiel für den Webservice hat das Unternehmen nun eine entsprechende iPhone App vorgestellt.

TYPO3_Webservice

Mit der App können TYPO3 News Artikel gepflegt werden. Zwar ist die Anwendung noch nicht in den App Store aufgenommen worden, kann aber dank des „Ad Hoc Helpers“ bereits von jedermann in einer Beta-Version getestet werden. Damit der Webservice nicht erst auf dem eigenen TYPO3-System installiert werden muss, wird von den Entwicklern ein Demo-Server zur Verfügung gestellt. Die TYPO3 iPhone App dient jedoch lediglich als „Proof of Concept“ und bietet noch genügend Raum zur Weiterentwicklung.

Alle Daten, die über das TYPO3-Listenmodul im Backend bearbeitet werden, sollen auch über den TYPO3 Webservice erreichbar sein. Zu diesen Daten gehören u. a. Extensions, tt_content und TypoScript-Templates. Großes Potenzial besitzt die Anwendung primär im mobilen Bereich, da mit einem solchen Service Webinhalte einfach und schnell von unterwegs upgedatet werden können.

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