PHP 5.3.1 mit zahlreichen Bugfixes und Sicherheitskorrekturen

Nachdem im Sommer dieses Jahres mit der Veröffentlichung von PHP 5.3 eine der umfangreichsten Überarbeitungen in der PHP-Historie ihren Abschluss fand, haben die Entwickler der Skriptsprache nun ein erstes Update nachgereicht. Mit dem neuen Release werden rund 100 Bugs sowie einige Sicherheitslücken beseitigt. Die Entwickler raten Anwendern daher zum schnellen Upgrade auf die 5.3.1-Version.

Mit der neuen Direktive “max_file_uploads” kann die Zahl der bei einem Request hochgeladenen Dateien sinnvoll begrenzt werden. Der Standardwert liegt bei 20 Dateien, um Denial-of-Service-Angriffe (DoS) zu unterbinden, die bekanntlich auf temporärem massivem Datentransfer basieren. Die bisher fehlenden Plausibilitätschecks bei der. EXIF-Verarbeitung (Exchangeable Image Information) sind mit dem Update ebenfalls ergänzt worden. Des Weiteren gehört eine bestehende Möglichkeit zur Umgehung des Safe-Modes nun der Vergangenheit an.

Im (langen) Changelog zur neuen Version können alle Änderungen und Korrekturen nachgelesen werden. Ein Upgrade sei an dieser Stelle ausdrücklich empfohlen ;)

MySQL-Ableger MariaDB steht zum Download bereit

Die auf MySQL 5.1 basierende Datenbank MariaDB 5.1 ist ab sofort in einer sog. „Recommended Beta“ als Download verfügbar. Das von MySQL-Gründer Michael „Monty“ Widenius ins Leben gerufene Projekt hat dabei einige zusätzliche Komponenten im Gepäck, allen voran die neue Storage-Engine „Maria“.

Durch die Verwendung temporärer Tabellen sind mit Maria komplexere und schnellere Abfragen möglich. Die Tabellen müssen i. d. R. nicht auf der Platte gespeichert werden, sondern werden ganz einfach zeilenweise gecached.

Bisher bearbeitet MySQL Abfragen in einem einzelnen Thread und erzeugt dadurch regelmäßig Table- und Row-Locks. Bei MariaDB kommt dagegen mit dem „Pool of Threads“ eine effektivere Methode zum Einsatz. Diese wird übrigens auch in MySQL 6.0 enthalten sein.

Weitere Maßnahmen zur Geschwindigkeitsoptimierung sind der Befehl Checksum Table (Nullfelder werden ignoriert), die Beseitigung überflüssiger Zeichensatzkonvertierungen sowie eine schnellere Ausführung bei einkompiliertem Debug-Code.

Im Rahmen der Veröffentlichung der MariaDB-Beta wurden zudem Forderungen laut, MySQL wieder in die Obhut der Open-Source-Gemeinde zu geben. MySQL wird derzeit von Oracle weiterentwickelt.

Simple Cloud API erleichtert Arbeit für PHP-Entwickler

Das Unternehmen Zend hat ein umfangreiches Open-Source-Projekt gestartet, dessen Ziel es ist, Entwicklern den Zugang zu unterschiedlichen Cloud-Plattformen über eine vereinheitlichte Schnittstelle zu ermöglichen. Zend wird in diesem Vorhaben durch die Branchenriesen Microsoft und IBM unterstützt. Durch die einheitliche API entfallen die umfangreichen Anpassungen an die jeweilige Cloud-Umgebung, wie sie bisher von Entwicklern vorgenommen werden mussten.

Rechenleistung, Bereitstellung von Anwendungen und Datenspeicherung sind Aufgaben, die beim Cloud Computing nicht von den Clients, sondern serverseitig vorgenommen werden. Die zu diesem Zweck entworfene Programmierschnittstelle “Simple API for Cloud Application Services” (Simple Cloud API) soll zukünftig für PHP-Developer den Cloud-Zugang erleichtern – Veränderungen im Quellcode müssen dann nicht mehr getätigt werden. Zudem können gängige Anwendungen in Cloud-Umgebungen genutzt oder spezielle Applikationen entwickelt werden.

Die Cloud-Umgebungen verschiedener Anbieter unterscheiden sich hinsichtlich der angebotenen Features teils deutlich. Durch eine vereinheitlichte Schnittstelle könnten Programmierer die Vorteile der einzelnen Plattformen besser nutzen; so sollen die betreffenden Anwendungen auf IBM Cloud Computing, Microsofts Azure, Nirvanix Storage Delivery Network, Rackspace und GoGrid sowie Amazon Web Services (AWS) lauffähig sein. Zu Beginn stehen drei Schnittstellen zurVerfügung (für File Storage, Dokumenten-Datenbanken und Simple Queue Services), später sollen u. a. Mail- und Authentifizierungsfunktionen hinzukommen. Auch ist neben PHP die Unterstützung weiterer Programmiersprachen wie Java, Perl und Python geplant.

In der nächsten Version des Zend Framework wird die PHP-Implementierung der Simple Cloud API unter der Bezeichnung „Zend Cloud“ zu finden sein.

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