CSS 2.1 nun offizieller Webstandard

Mit der Verabschiedung der CSS 2.1-Spezifikation als „Recommendation“ wurde diese vom W3C zu einem offiziellen Webstandard ernannt und soll künftig eine stabile Basis für kommende Erweiterungen bilden.

Seitdem CSS2 als Webstandard im Jahre 1998 verabschiedet wurde, ist eine lange Zeit vergangen, die laut Aussage des Konsortiums u. a. dazu genutzt wurde, eine möglichst breite Interoperabilität zu erzielen. Zudem wurde die ursprüngliche Spezifikation mit der Realität abgeglichen und Teile davon korrigiert oder ganz gestrichen. Letzteres trifft besonders auf Techniken zu, die von den Browserherstellern nicht bzw. nicht in der angedachten Form integriert wurden.

Die Erweiterung von CSS wird in Zukunft über kleinere, unabhängige Module erfolgen, die jeweils spezielle Funktionen beinhalten. Diese sollen die CSS 2.1-Spezifikation ergänzen und somit schrittweise den Gesamtumfang erweitern. Dokumentiert wird der Prozess mittels der von der W3C veröffentlichten CSS Snapshots, welche jeweils den aktuellen Stand der CSS-Entwicklung widerspiegeln.

Adobe CS5 ab sofort erhältlich

Die Adobe Creative Suite 5 ist der neueste Ableger in der erfolgreichen CS-Reihe und stellt in seiner Premium-Variante, der Adobe CS5 Master Collection, ein umfassendes Komplett-Paket zur Erstellung professioneller Web- und Printdesigns dar. Die Master Collection, die mit ca. 3700 Euro zu Buche schlägt, enthält folgende Programme und Features:

- Adobe Photoshop CS5 Extended
- Adobe Illustrator CS5
- Adobe InDesign CS5
- Adobe Acrobat 9 Pro
- Adobe Flash Catalyst CS5
- Adobe Flash Professional CS5
- Adobe Flash Builder 4
- Adobe Dreamweaver CS5
- Adobe Fireworks CS5
- Adobe Contribute CS5
- Adobe Premiere Pro CS5
- Adobe After Effects CS5
- Adobe Soundbooth CS5
- Adobe OnLocation CS5
- Adobe Encore CS5
- Adobe Bridge CS5
- Adobe Device Central CS5
- Adobe Dynamic Link
- Adobe CS Live

Photoshop und Illustrator sind dabei wohl diejenigen Bestandteile der Suite, die traditionell am meisten Beachtung finden. Adobe verspricht, dass sich in der neuen Photoshop-Version auch komplexe Bildelemente wie z. B. Haare schnell und präzise freistellen lassen. Das Auswahl-Werkzeug liefert nun exaktere Ergebnisse bei der Erkennung von Kanten und der Auswahl bestimmter Bildbereiche. Mit einer neuen Technologie namens Adobe Repoussé besteht außerdem die Möglichkeit, faszinierende 3D-Extrusionen zu erstellen. Mit seinen fortschrittlichen Perspektivwerkzeugen lassen sich im Illustrator ohne größere Anstrengungen natürlich wirkende Tiefen und Entfernungen erzeugen.

Adobe Flash Professional CS5 wird sich wohl innerhalb der nächsten Monate zum neuen Standard-Werkzeug für die Erstellung von Flash-Inhalten und -Anwendungen entwicklen. Selbiges gilt für den Adobe Flash Builder 4 auf dem Gebiet der Rich Internet Applications (RIAs).

Die Erstellung dynamischer Webseiten mit Dreamweaver CS5 gestaltet sich dank der Unterstützung moderner Content-Management-Frameworks wie z. B. WordPress, Joomla! oder Drupal in einigen Fällen deutlich einfacher als bisher. Mit dem Online-Dienst Adobe CS Live, der allerdings nur für einen begrenzten Zeitraum kostenfrei nutzbar ist, soll zudem der Workflow gestrafft und das Testen von Websites für verschiedene Browser vereinfacht werden.

Adobe setzt große Hoffnungen in CS5

Wie Firmenchef Shantanu Narayen verlauten ließ, will Adobe am 12. April 2010 in einer als Live-Stream im Netz übertragenen Veranstaltung die wichtigsten Informationen zur neuen Creative Suite 5 bekanntgeben. Der Release der englischen Version soll dann ca. vier Wochen später erfolgen.

Durch die Veröffenlichung von CS5 sollen sowohl Umsatz als auch Gewinn im laufenden Quartal deutlich gesteigert werden, und zwar in höherem Maße, als dies bei der im Oktober 2008 erschienen Creative Suite 4 der Fall war. Angestrebt werden Umsätze im Bereich von 875 bis 925 Millionen US-Dollar und ein Gewinn von 39 bis 44 Cent pro Aktie.

Bereits vorgestellt wurde ein neues Photoshop-Feature namens “Content-Aware Fill”, mit dessen Hilfe sich Bereiche eines Fotos automatisch ausfüllen lassen, beispielsweise nachdem ein unerwünschtes Element entfernt wurde. Diese Funktion, sollte sie denn in der Praxis tatsächlich ohne größere Einschränkungen anwendbar sein, dürfte die Arbeit der meisten Grafiker sicherlich spürbar vereinfachen. Bleibt zu hoffen, dass die weiteren, bisher noch nicht näher spezifizierten Neuerungen ähnlich spektakulär ausfallen.

Hier ein Anwendungsbeispiel für die Content-Aware Fill-Funktion:

Überarbeiteter HTML5-Entwurf veröffentlicht

Ende letzter Woche hat die zum W3C gehörende HTML Working Group einige aktuelle Arbeitsentwürfe zu HTML5 vorgelegt. Der fünf Dokumente umfassende Gesamtentwurf enthält alle bisher festgelgten Spezifikationen zum neuen HTML-Standard.

Die Auslagerung einzelner Festlegungen in eigene Dokumente und der damit erreichte modulare Aufbau des Konzepts erhöht die Übersichtlichkeit beträchtlich. So existieren z. B. eigene Spezifkationen für HTML Microdata, HTML Canvas 2D Context und für HTML+RDFa, welches die Einbettung von RDFa-Inhalten in HTML5 regelt.

Das Dokument „HTML: The Markup Language“ beschreibt die Markupsprache HTML und gibt wichtige Informationen, wie sich sprachkonforme Dokumente erstellen lassen. In „Additional Requirements for Bidi in HTML“ werden dagegen Mittel und Wege aufgezeigt, welche die Einbindung von bidirektionalem Text vereinfachen sollen.

Des Weiteren existiert ein neuer Arbeitsentwurf zur Voice Extensible Markup Language (VoiceXML) 3.0, einer XML-Sprache, die u. a. der Erkennung von gesprochener Sprache sowie Multifrequenz-Tastentönen dienen soll.

Neues Tool für Webdesigner: Google Browser Size

Im Zusammenhang mit der Erstellung eines optimalen Seiten-Layouts ist es hilfreich zu wissen, welcher Anteil an Usern welchen Bereich des Bildschirms sehen kann. Damit eine möglichst große Zahl an Besuchern in der Lage ist, alle zentralen Bedienelemente einer Website ohne Scrolling zu erreichen, muss deren Platzierung sinnvoll gewählt werden.

browsersize

Genau an dieser Stelle setzt Google mit Browser Size an. Mit dem von Bruno Bowden und Arthur Blume entwickelten Werkzeug können Grafiken in verschiedenen Größen über die jeweilige Website gelegt werden, so dass deutlich wird, mit welcher Browserfenster-Größe welche Seitenelemente erkennbar sind. Dadurch können Layoutfehler schnell aufgespürt und ggf. behoben werden.

Außerdem erhalten Anwender des Tools prozentuale Angaben zur Verteilung der jeweiligen Bildschirmausschnitte unter den Besuchern der Seite. Diese Angaben stammen aus einer Google-internen Statistik, bei der erfasst wird, mit welcher Browserfenster-Größe Internetnutzer die Startseite von Google besuchen.

Adobe enthüllt neue Photoshop-Techniken

PS

Letzte Woche fand in Las Vegas die Photoshop World Conference & Expo statt, auf der Adobe u. a. einige Ausblicke auf zukünftig verwendete Photoshop-Techniken gegeben hat. Diese Bildbearbeitungstechniken werden momentan in den Adobe Labs entwickelt und umfassen eine Reihe interessanter Funktionen, die die Arbeit mit Photoshop in Zukunft noch intuitiver gestalten sollen.

So wird es in der kommenden Photoshop-Version voraussichtlich eine Funktion geben, bei der „flüssige“ Farben auf einer Malpalette gemischt und mit einem Pinsel verstrichen werden können. Die Farben trocknen im Anschluss daran aus und mischen sich mit anderen Farben. Die dafür notwendigen Pinsel-Typen kommen in einer Vielzahl neuer Formen und Borstenprofile daher. Über eine Vorschau-Option kann das Verhalten des Pinsels bei der Farbverteilung getestet werden.

Zudem wird in Zukunft eine echte Allzweckwaffe zur Bildmanipulation verfügbar sein – eine Funktion namens „Warp“. Damit lassen sich Objekte besonders leicht verändern; so kann bspw. die Haltung eines Menschen in wenigen Schritten wunschgemäß angepasst werden. Mittels fester, nicht verschiebbarer Punkte und sog. „Kontrollpunkte“ werden einzelne Objekte so ausgerichtet, dass die vorgenommen Veränderungen einen natürlichen Charakter erhalten und Krümmungen trotzdem korrekt realisiert werden. Wann diese Funktion in Photoshop integriert wird, gab Adobe allerdings noch nicht bekannt.

WEAVE – das neue Magazin für Webdesigner

Am 4. September 2009 geht eine neues Webdesign-Magazin names WEAVE an den Start, das sich inhaltlich vor allem an Gestalter, Konzeptionierer und Entwickler richtet. Eine erste Beta-Variante der Zeitschrift ist als Beilage des PAGE-Magazins 06.2009 bereits jetzt im Zeischriftenhandel erhältlich. In deren Vorwort beschreibt Publisherin Gabriele Günder den kreativen Ansatz von WEAVE mit den Worten: „Jetzt ist es Zeit für eine Plattform die Orientierung stiftet, Zeit für ein Magazin, das sich der Konzeption und Realisation der digitalen Medien aus ganzheitlicher Sicht widmet, dabei jedoch bewusst die Stärken eines Printmediums nutzt.“

Der Name WEAVE (dt. „verweben“ oder „erfinden“) ist sehr bewusst gewählt worden und hat durchaus programmatischen Charakter, soll er doch den Community-Gedanken betonen. Dazu Gabriele Günder: „Unser Ziel ist es, Auftraggeber, Designer und Programmierer zusammenzubringen.“ Die aktive Mitwirkung der Leser an der Gestaltung des Magazins ist demnach ausdrücklich erwünscht.

weave

Neben aktuellen Entwicklungen und Zusammenhängen bietet weave ausführliche Case Studies, Tutorials für PHP, Ajax, Flash, Dreamweaver etc. sowie Interviews mit den Vordenkern und Impulsgebern der Szene. Testberichte zu Hardware-Komponenten, Applikationen und Gadgets komplettieren schließlich das Informationsangebot dieses ambitionierten und innovativen Magazins.

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